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Zuständig für diese Reise sind Stefan Cotting und Andrea Fuhrer

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Informationsstand: August 2017

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Aserbaidschan

Das Land des Feuers am Kaukasus

Individualreisen mit freier Terminwahl

Entdeckerreise | Natur und Kultur - Land und Leute | 11 Tage

Aserbaidschan, ist das nicht ein Name, der nach süssen Träumen, nach persischen Märchen klingt? Er weckt Assoziationen zu alten Kulturen. Wenn Sie das Land bereisen, sehen Sie sich bestätigt. Sie begegnen Einflüssen aus vielen Kulturen, der der Perser, der Inder, sogar der Chinesen. Selbst die Sprache scheint ein Gemisch alter Sprachen. Der Blick in die schicksalsreiche Geschichte des Landes zeigt: Aserbaidschan war über Jahrtausende ein Knotenpunkt wichtiger Handelsstrassen; seine Menschen hatten über Jahrtausende Kontakt mit den Sitten und Gebräuchen der Handels-reisenden aus den grossen Reichen. Aber auch die zahlreichen Eroberungen wie die durch die Perser, später die Araber und dann die Mongolen haben ihre Spuren hinterlassen. So finden Sie in Baku Paläste, Mausoleen, Minarette, Grabmäler und Karawansereien verschiedenster Epochen. Daneben sehen Sie Wohnviertel, die denen westlicher Städte ähnlich sind. An manchen Stellen ragen Bohrtürme in die Höhe und stören die überwältigende Vielfalt von Natur und Kultur. Fahren Sie durch das Land, können Sie sich an Tee- und Baumwoll-plantagen erfreuen, an grünen Weiden und Obstgärten, an reizvollen Steppenlandschaften und im Nordwesten an der Berglandschaft und den Bergriesen des Grossen Kaukasus.

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Die Besonderheiten dieser Reise

  • Besichtigung des alten und neuen Bakus
  • Heydar Aliyev Center, architektonisches Meisterwerk in Baku
  • Besuch der Bergdörfer Xinalig und Lahic
  • Aufenthalt bei einer armenischen Familie in Lahic
  • Der Khan-Palast in Sheki
  • Die Schlammvulkane von Gobustan
  • Einfache Wanderungen in verschiedenen Regionen

Programm

1. Tag: Schweiz – Baku

Flug nach Baku und Transfer in Ihr Hotel. Restliche Zeit zur freien Verfügung.

2. Tag: Baku (F/-/-)

Salaam! Fühlen Sie sich herzlich willkommen in der Hauptstadt Aserbaidschans. Viele Herrscher hat Baku gesehen, unter ihnen die Römer, Parther, Osmanen, Perser und die Russen. Sogar Dschinghis Khan mit seinen goldenen Horden war dort. Und viele haben ihre baulichen Spuren hinterlassen. Heute boomt die Stadt am Kaspischen Meer – verspiegelte Hochhäuser, Luxuslimousinen und Strandpartys zeugen davon. Am Vormittag begeben Sie sich in das orientalische Baku. Ihre Reiseleitung führt Sie durch die Altstadt Icheri Shere, die von einer Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert umschlossen wird und einer Festung gleicht (UNESCO-Weltkulturerbe). Sie schlendern durch das Gewirr der engen Gassen und nehmen sich Zeit für all die schönen Denkmäler aus vergangenen Tagen: für den Jungfrauenturm von dem Sie einen wunderbaren Blick über die Altstadt haben, für das Ensemble des Schirwanschah-Palastes aus dem 15. Jahrhundert und für sein Mausoleum sowie für das Murad-Tor. Sollten Wind und Seegang es zulassen, unternehmen Sie am Nachmittag eine kurze Bootsfahrt in der Bucht von Baku.

3. Tag: Baku – Quba (F/-/-)

Frühmorgens fahren Sie Richtung des 2‘200 Meter hoch gelegenen Bergdorfes Xinalig. Die Gegend um das einmalige Bergdorf zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten jedes Aserbaidschan-Aufenthaltes. Erste entsprechende Eindrücke gewinnt man schon auf der ca. 60 Kilometer langen Strecke von Quba nach Xinaliq, auf der man eine beeindruckende steile Schlucht und einen Wasserfall passiert. Xinaliq selbst gilt als einer der schönsten Orte des Landes und strahlt besonderen Charme aus. Dazu trägt im Wesentlichen die einzigartige Architektur bei: die Lehmhäuser sind terrassenförmig an einem steilen Berghang angelegt. Die rund 2‘000 Bewohner pflegen bis heute ihre ursprüngliche Sprache, eine nordöstliche Kaukasussprache. Ursprünglich, genauer im 4. Jahrhundert, sollen die Einwohner von Xinaliq übrigens sogenannte Zoroaster, Feueranbeter gewesen sein. Für diese Annahme sprechen auch die in der näheren Umgebung gelegenen alten Kultstätten. Erhalten ist ebenfalls im Dorf selbst noch eine mit Schnitzereien verzierte Moschee, die nach Schätzungen aus dem 12. Jahrhundert stammt. So erhält man abgesehen von den imposanten Natureindrücken auch einen Einblick in die kulturelle Vielfalt des Landes. Sie haben genügend Zeit den Ort und die nähere Umgebung per pedes zu entdecken. Für die Übernachtung fahren Sie zurück nach Quba.
(Fahrt: 280 km / 5 Std.)

Wanderung: Leicht, 2 Std.

4. Tag: Quba – Baku (F/-/-)

Besichtigung von Quba und einer kleinen jüdischen Kommune namens Red Sloboda. Gegründet wurde die Stadt im Jahre 1744, als der lokale Machthaber Hussein-Ali seinen Sitz von Xudat hierher verlegte. Quba ist auch bekannt für seine wunderschönen Teppiche und schmackhaften Äpfel. Nach dem Besuch der Freitagsmoschee fahren Sie zurück nach Baku und haben die restliche Zeit zur freien Verfügung.
(Fahrt: 180 km / 2 ½ Std.)

5. Tag: Baku – Lahic (F/-/A)

Auf der Fahrt ins Bergdorf von Lahic legen Sie einen Zwischenstopp in Shemahka ein und besuchen des Deri Baba Mausoleum und das Siebenturm Mausoleum. Über Ismayilli fahren Sie weiter nach Lahic, eine Siedlung auf 1‘400 Metern in einer Talebene zwischen den hohen Bergen des Grossen Kaukasus. Es gibt viele alte Pflastersteingassen und zahlreiche Kupferschmiede- und anderen Werkstätten. Erwähnenswert ist ebenfalls die grosse Zavaro-Moschee. Die Moschee wurde 1805 erbaut und war zu Sowjetzeiten ein Kino. Nach der Besichtigung von Lahic begeben Sie sich in eine Familienunterkunft, wo Sie bei einer aserbaidschanischen Familie eine Nacht (Toiletten ausserhalb des Haupthauses) verbringen werden. Es ist aber eine hervorragende Möglichkeit, dem aserbaidschanisch-ländlichen Leben beizuwohnen. Sie kommen in den Genuss eines typisch azerischen Abendessens.
(Fahrt: 200 km / 3 ½ Std.)

Wanderung: Leicht, 2 Std.

6. Tag: Lahic – Sheki (F/-/-)

Fahrt nach Sheki, einer der bekanntesten und ältesten Orte Aserbaidschans, und in das Dorf Kish, wo die älteste Kirche Europas steht, welche im 1. Jahrhundert gebaut wurde. Von Wäldern umgeben, breitet sich Sheki wie ein Amphitheater an den Südausläufern des Grossen Kaukasus aus. Die Stadt war lange eine wichtige Station auf der Seidenstrasse. Sie besichtigen den Khan-Palast mit seinen herrlichen Fresken und Glasmalereien, die Karawansereien und den Souvenir Basar. Der Khan-Palast die wohl berühmteste Attraktion Shekis, wurde Ende des 18. Jahrhunderts im osmanischen Stil und angeblich ohne einen einzigen Nagel erbaut. Übernachtung in Sheki im Hotel.
(Fahrt: 160 km / 2 ½ Std.)

7. Tag: Tagesausflug nach Qax (F/-/-)

Der heutige Tagesausflug führt Sie nach Qax. Die Stadt liegt an den Ufern des Flusses Kurhumchai und der Name bedeutet so viel wie Festung. In der Stadt lebt eine grosse Mehrheit von Georgiern. Besuch der georgisch-orthodoxen Kirche. Weiter geht es nach Ilisu mit seinem Turm aus dem 18. Jahrhundert und einer Wanderung zu einem Wasserfall. Nach dem Besichtigungsprogramm Rückkehr in Ihr Hotel nach Sheki.
(Fahrt: 100 km / 1 ½ Std.)

Wanderung: Leicht, 2 Std.

8. Tag: Sheki – Ganja (F/-/-)

Fahrt entlang des Mingechevirsees nach Khanlar oder Göygöl, einer ehemaligen deutschen Siedlung. Der Ort wurde im Jahr 1819 von deutschen Siedlern unter Zar Alexander I. gegründet und trug den Namen Helenendorf. Die Stadt wurde zu einer der bedeutendsten Kolonien der Kaukasiendeutschen, die auch Anfang des 20. Jahrhunderts noch eine deutliche Bevölkerungsmehrheit in Helenendorf stellten. Die deutsche Gemeinde organisierte sich in Vereinen, in der Stadt gab es eine eigene deutschsprachige Presse, darunter etwa die kommunistische Zeitung Lenins Weg. 1938 bis 1941 wurden die Deutschen unter Stalin vertrieben. Am 29. November 1938 erhielt der Ort die Stadtrechte, bei gleichzeitiger Umbenennung in Xanlar nach dem aserbaidschanischen Arbeiterführer Xanlar. Am 25. April 2008 wurde die Stadt nach einem nahe liegenden See in Göygöl umbenannt. Besuch der Deutschen Kirche und des Friedhofes mit vielen deutschen Namen. Weiterfahrt nach Ganja, der zweitgrössten Stadt Aserbaidschans und Besichtigung diverser Baudenkmäler. Übernachtung in Ganja in einem Hotel.
(Fahrt: 150 km / 2 Std.)

9. Tag: Ganja – Baku (F/-/-)

Gobustan (das Gebiet der Gobu) ist bekannt für seine archäologischen Denkmäler. Es gibt mehr als 4‘000 Felszeichnungen von Künstlern. Die ältesten Felszeichnungen stammen aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. Später haben auch die europäischen Eindringlinge ihre Spuren hinterlassen: So finden sich in den Höhlen auch Inschriften von Alexander dem Grossen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und 2‘000-jährige Graffiti von römischen Legionären! Die Petroglyphen von Gobustan wurden zufällig von Steinbrucharbeiter in den 1930-er Jahren entdeckt und zählen zum Weltkulturerbe der UNESCO. Neben den zahlreichen Felszeichnungen, WURDEN AUCH Höhlen gefunden, die den Menschen im Mesolithikum als Behausung gedient haben, sowie zahlreiche Grabhügel und Gräber. Ausgehend von den archäologischen Funden und den Inhalten der Petroglyphen, wurde vor kurzem eine neue Theorie aufgestellt: Es wird eine Verbindung zwischen dem alten Aserbaidschan und den Völkern des Nordens vermutet. Diese Theorie ist deshalb nicht weiter überraschend, als einige der ursprünglichen Bewohner der Region nicht türkischer, sondern indoeuropäischer Herkunft sind. Sie werden in Gobustan auch die wunderschönen Schlammvulkane entdecken; dies jedoch nur bei gutem Wetter, da der Weg zu den Schlammvulkanen bei Regenwetter unpassierbar wird. Hier existieren fast die Hälfte der weltweiten Schlammvulkane! Rückfahrt nach Baku und Übernachtung im Hotel.

(Fahrt: 360 km / 4 ½ Std.)

10. Tag: Baku und Abseron Halbinsel (F/-/-)

Sie fahren auf die Halbinsel Abseron nach Ateshgah zum Feuertempel der Feueranbeter. Zoroastrier aus Indien kamen seit jeher über einen langen Weg nach Ateshgah, um das Feuer aus der Erde zu bewundern. Das nächste Ziel sind die Yanardag Hügel mit ihren seit mehreren Tausend Jahren brennenden natürlichen Gasspalten. Zurück in Baku Besichtigung des Heydar Alyiev Centers: Das Zentrum wurde zwischen 2007 und 2012 nach Plänen der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid erbaut und am 12. Mai 2012 von Präsident Aliyev eröffnet. Das Gebäude besteht aus einem Betonbaukörper, der von einem fliessenden Raumfachwerk umhüllt wird, das mit weissen Platten bedeckt ist. So entsteht ein fast monolithischer, skulpturaler Eindruck. Teile der Fassade sind grossflächig verglast. Die äusseren fliessenden Formen setzen sich konsequent im Inneren fort. Der Architekt Piers Gough, einer der Juroren des London-Design-Museum-Wettbewerbs, schwärmte von dem Bau als einem „betäubend schönen Gebäude von einer der brillantesten Architektinnen auf der Höhe ihres Könnens“. Die irakisch-stämmige Architektin Zaha Hadid starb im Alter von 65 Jahren im März 2016 in Miami an einem Herzinfarkt.

11. Tag: Rückflug in die Schweiz (F)

Transfer an den Flughafen und Rückflug in die Schweiz.

Hinweise: F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen

Programmänderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten.

Saisonzeiten - Reisepreise

Preise pro Person ab/bis Schweiz (Basel/Genf/Zürich).
Reisetermin ganzjährig frei wählbar ab 2 Personen.

bei 2 Personen (im PW)  
CHF 2’530.-  
bei 4 Personen (im Minivan)  
CHF 2’155.-  

Es ist möglich das Programm Ihren persönlichen Wünschen anzupassen. Bessere Hotelkategorie möglich in Baku, Lahic (Gästehaus anstatt Familienunterkunft), Sheki und Ganja. Preis auf Anfrage.

Zuschläge
Einzelzimmer CHF205.-

Im Preis inbegriffen

  • Linienflug in Economyklasse inkl. Taxen
  • myclimate-Beitrag zum Klimaschutz
  • Gutschein für SBB-Billett 2. Klasse Wohnort – Flughafen retour
  • Übernachtungen in einfachen Mittelklassehotels inklusive Frühstück
  • 1 Übernachtung bei einer aserbaidschanischen Familie (Toiletten ausserhalb des Haupthauses) mit Halbpension
  • Alle Transfers gemäss Programm im Kleinbus (PW bei 2 Personen)
  • Alle beschriebenen Exkursionen, Eintritte und Nationalparkgebühren
  • Bootsfahrten in der Bucht von Baku (wetterabhängig)
  • Lokale deutsch- oder englischsprachige Reiseleitung
  • Büchergutschein im Wert von CHF 30.- für Reiseliteratur Ihrer Wahl

Nicht inbegriffen: Flugaufpreis falls die kalkulierte Tarifklasse nicht mehr verfügbar ist, optionale Ausflüge und Aktivitäten, nicht erwähnte Mahlzeiten, Visum Aserbaidschan, Trinkgelder sowie persönliche Ausgaben.

Hinweise und Anforderungen

Impfbestimmungen: Keine Vorschriften, Hepatitis A empfohlen.

Visum/Pass: Bürger/Innen der Schweiz benötigen zur Einreise nach Aserbaidschan ein Visum welches online eingeholt werden muss. Wir empfehlen eine frühzeitige Beantragung des Visums über unseren Visaservice. Alle wichtigen Informationen zur Visaeinholung werden Ihnen bei der Buchung von uns angegeben. Der Reisepass muss mindestens noch 3 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig sein und 2 leere Seiten aufweisen.

Wanderungen: Die auf dieser Reise vorgesehenen Wanderungen und Spaziergänge sind einfach. Da keine mehrtägigen Wanderungen stattfinden, können Sie in der Regel selbst bestimmen, wie viel Sie an den entsprechenden Tagen laufen wollen.

Ideale Reisezeit: Von Mitte Mai bis Mitte Oktober.

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